Der Reitpass - Reiterpass

Die Reitschule Fuchsenhof bietet Ihnen jeden Monat einen oder mehrere Lehrgänge mit Prüfung für den Reitpass (Reiterpass) an. Selbstverständlich stellen wir Ihnen unsere selbstgezogenen, ruhigen und erfahrenen Pferde zur Verfügung.
Gerne können Sie aber auch Ihr eigenes Pferd mitbringen. Unterbringung in Außenboxen mit Gastpferde-Koppel.
Anreise für den Reitpass ist am Sonntag bis 17.00 Uhr. Es findet eine Betriebsbesichtigung mit Lehrgangsbesprechung statt.
Ausreiten, im Galopp durch Feld und Wald oder gar am Strand entlang - Das ist der Traum fast aller Reiter. Pferd und Gelände, Pferd und Natur - das gehört für die Mehrzahl der Pferdefreunde zusammen. Im Gelände erwarten den Reiter aber andere Anforderungen, als zu Hause auf dem Reitplatz und der Anlage, wo unter weitestgehend kontrollierten Bedingungen geritten werden kann. Wo also auch als Störungen empfundene Faktoren ausgeschaltet werden können. Mit viel Getöse auffliegende Vögel, plötzlich losspringende Rehe oder Hasen, eine grasende Schafherde, eine von schlechtem Wetter mit Wind und Regen aufgeladene Atmosphäre, Trecker und landmaschinen - vor allem aber auch Straßen mit Autos, Lastwagen und Motorrädern. Nur wenige Gegenden in Deutschland erlauben stundenlange, ausgedehnte Ausritte, ohne mal eine Straße kreuzen oder ihr folgen zu müssen.
Der Deutsche Reitpass (Reiterpass) bescheinigt Reitern, dass sie ein geeignetes Pferd sicher im Gelände unter dem Sattel vorstellen können und die hierfür nötigen theoretischen Kenntnisse haben. Der Deutsche Reitpass.pdf
Der Deutsche Reitpass (Reiterpass) hat folgende Ziele:- das reiterliche Können zu heben
- den bewussten und schonenden Umgang mit Natur und Umwelt zu fördern
- das Verständnis für die Belange anderer Erholungssuchender sowieder Landwirtschaft, Forstwirtschaft und des Jagdwesens zu vertiefen
- für Sicherheit und Ordnung beim Ausreiten zu sorgen
- der Deutsche Reitpass bringt die Mitverantwortung des Reiters in Feld und Wald zum Ausdruck
Wer kann teilnehmen?
- Alle Bewerber, die den Basispass Pferdekunde besitzen (Reitweise beliebig). Darüber hinaus muss der Bewerber an einem Vorbereitungslehrgang teilnehmen. Die Durchführung des Lehrgangs muss mind. durch einen Trainer C, B, A mit gültiger DOSB-Lizenz bzw. einen Pferdewirt – Schwerpunkt Reiten mit gültiger DOSB- Lizenz oder gültigen Fortbildungsnachweis der BBR bzw. einem Pferdewirtschaftsmeister – Teilbereich Reitausbildung erfolgen. Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist ebenso wie die anfallenden Gebühren an den Veranstalter zu richten. Die Pferde/Ponys müssen mindestens vier Jahre alt sein, pro Pferd sind nicht mehr als zwei Reiter erlaubt.
- Die Prüfung kann von Reitvereinen oder Pferdebetrieben durchgeführt werden, die dem Niveau eines FN gekennzeichneten Betriebes entsprechen und muss vom Landesverband oder der Landeskommission genehmigt wurden. Zu beachten ist, dass die Prüfung nicht in Verbindung mit einer BV (Breitensportlichen Veranstaltung)/PLS (Pferdeleistungsschau) abgehalten werden darf. Ein entsprechender Vorbereitungslehrgang ist durchzuführen (siehe FNMerkblatt). Die Durchführung des Lehrgangs muss mindestens durch einen Trainer C, B, A mit gültiger DOSB-Lizenz bzw. Pferdewirt Schwerpunkt Reiten mit gültiger DOSB-Lizenz oder gültigen Fortbildungsnachweis der BBR bzw. Pferdewirtschaftsmeister Teilereich Reitausbildung erfolgen. Die Gebühren für die Prüfung sind an den Veranstalter zu entrichten.
Was wird verlangt?
Die Prüfung besteht aus zwei Teilprüfungen, dem praktischen und theoretischen Teil Die Teilprüfungen müssen an einem Tag bzw. an zwei aufeinanderfolgenden Tagen abgelegt werden. Die Anforderungen und die Prüfung sind auf alle Reitweisen abgestimmt.
Praktischer Teil:
- Vorbereiten des Pferdes zum Ausritt
- Versorgen der Pferde bei Rast oder Unfall
- Reiten in allen Gangarten, Kolonnenreiten (nebeneinander, überholen, gegeneinander), Einzelgalopp von Punkt zu Punkt, Wegreiten von der Gruppe, Straßenüberquerung; Überwinden kleiner natürlicher Hindernisse (z.B. Kletterstelle, Wassereinritt); auf Wunsch des Bewerbers zusätzlich Springen im Gelände von vier festen Hindernissen (bis zu 80 cm hoch)
Theoretischer Teil:
- Grundkenntnisse der Reitlehre (Sitz, Hilfen, Gangarten)
- Grundkenntnisse der Pferdehaltung (Pflege, Fütterung, Tränken, Anzeichen von Krankheiten, Giftpflanzen)
- Reiterliches Verhalten und Umweltschutz (Begegnung mit Fußgängern, Rücksicht auf Jagd-, Land- und Forstwirtschaft)
- Reiten im Straßenverkehr (Reiten im Verband, Verkehrsregeln)
- Unfallverhütung (Ausrüstung von Reiter und Pferd, Verladen, Anbinden)
- Erste Hilfe für Reiter und Pferd (Verhalten bei Unfällen und akuten Krankheiten des Pferdes)
- Kenntnisse der wichtigsten Rechtsvorschriften
Das Prüfungsergebnis:
Das Prüfungsergebnis in den beiden Prüfungsteilen lautet jeweils „bestanden“ oder „nicht bestanden“. Der Bewerber muss in beiden Prüfungsteilen „bestanden“ erreichen. Beim Reitpass wird das erfolgreiche Absolvieren der Aufgabe „Springen im Gelände“ bei Bestehen der Gesamtprüfung gesondert vermerkt. (Das Nicht-Bestehen der Aufgabe Springen im Gelände hat keinen Einfluss auf das Prüfungsergebnis)
Welche Weiterbildungen sind möglich?
Der Deutsche Reitpass (Reiterpass) ist die Voraussetzung für die Abzeichen im Wanderreiten, Jagdreiten und Distanzreiten sowie für den ⇒ Berittführer.
Buchtipps:
„FN-Abzeichen - Deutscher Reitpass“, FN„Deutscher Reitpass - Fragen und Antworten“, FN
„Richtlinien für Reiten, Fahren und Voltigieren“, FN, Band 1: „Grundausbildung
für Reiter und Pferd“, Band 4: „Haltung, Fütterung,
Gesundheit und Zucht“, Band 5: „Fahren“
„ABC für Pferdebesitzer“, Michaela Kronenberg, ein Ratgeber für (angehende) Pferdebesitzer, Reit- und Pflegebeteiligungen, Pferdefreunde und Eltern reitender Kinder
Alle Titel sind im FNverlag erschienen.
Zu beziehen über den Buch- und Reitsportfachhandel oder direkt beim
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